Die ersten Tage sind geschafft!

Nach der aufregenden und ereignisreichen Reise von ca. 36 Stunden, 3 Flügen (von Berlin nach London, dann Kuala Lumpur und anschliessend nach Sydney), inklusive Rucksackverlust und Verspätung (woraufhin ich fast einen Anschlussflug verpasst habe) bin ich am Abend vom 15. Juli endlich in Sydney angekommen. Ich hatte mich schon auf eine entspannte warme Dusche gefreut, ohne meine Sachen war das jedoch schwierig! Gott sei Dank konnte man im Hostel Handtücher leihen und Shampoo haben mir sehr nette Leute aus unserer AIFS Reisegruppe gegeben – Danke, ihr seid meine Helden!

Wir haben die Nacht im Hostelzimmer mit einem schnarchenden Hippie und einem Vorschlaghammer direkt vor unserem Fenster verbracht. Aber man hat sich am morgen trotzdem wie neu gefühlt, weil man endlich mal in einem Bett schlafen konnte! Zwar bin ich mitten in der Nacht wachgeworden, wegen Jetlag, aber das ist dann nur noch halb so schlimm.

Das Frühstück im Hostel war Backpacker-mässig minimalistisch und bestand aus 40g Müsli, einem Müsliriegel sowie O-Saft und einem Mini-Croissant mit Käse und Schinken, was aber sehr lecker war. Am ersten Tag in Sydney haben wir dann eine Beachtour gemacht. Wir dachten erst, weil der Ausflug Bondi-Beachtour hiess, dass es nur zum Bondi-Beach geht. Aber nein! Falsch gedacht! Wir haben 6 verschiedene Strände gesehen, in versteckten Buchten, einer schöner als der andere! Und ich muss zugeben, Bondi ist nicht einer der schönsten! Jedenfalls sind wir insgesamt bestimmt 10 km gelaufen und dementsprechend kaputt war man dann auch! Abends bin ich tot ins Bett gefallen, am nächsten Morgen ging es nämlich früh raus, es war der erste Tag der Orientation von der Organisation aus, wo wir alles Formelle wie Bankaccount, Telefonnummer und Erste Hilfe Kurs gemacht haben. 

Hier einige Fotos aus Sydney:  Bondi-Beach

   Coogee-Beach, einer meiner Favouriten, etwas abgelegen, aber traumhaftes Wasser und nicht so sehr überlaufen.
 Wild Life in Sydney, wo ich am Freitag Nachmittag zusammen mit Fenja, ebenfalls Au Pair bei AIFS war. Die Kängurus kommen wirklich bis auf einen Meter Entfernung an einen heran! Und wir haben auch noch   Koalas und ein riiesiges Krokodil gesehen, bestimmt 8 Meter lang gewesen.

  

 Sydney Harbour Bridge und Opera House im Sonnenuntergang, das war echt magisch!  

Am Samstag, dem 18. Juli ging es dann mit dem kleinsten Flugzeug, mit dem ich jemals geflogen bin (Sitzplätze für 36 Passagiere) weiter nach Moree. Mein Rucksack ist am Morgen, kurz bevor ich das Hostel verlassen habe dann auch endlich angekommen, nachdem ich am Abend zuvor bestimmt eine Stunde am Telefon mit dem Flughafen verbracht hatte. Aber ist ja noch einmal gutgegangen! No worries.

Moree ist ein kleines Städtchen im Norden von Sydney ins Land hinein. Es ist ziemlich abgelegen, aber ich war überrascht, das es für 10.000 Einwohner, doch so einige Sachen hier gibt. Es sind zwar nur 3 Bars, aber dafür 2 riesige Supermärkte, ein Schwimmbad mit Pools, die verschiedene Temperaturen haben, mehrere Gyms, ein Golfplatz, Bibliothek, eine berühmte Pferderennbahn, und das wichtigste: total nette Leute! 

Meine Gastfamilie hat mich sehr herzlich aufgenommen und es gab erst einmal ein Festessen mit lecker knusprig gebratenem Schwein und zum Nachtisch Tiramisu, welches das ehemalige Au Pair aus Italien gemacht hat, man kann sich vorstellen, dass es dementsprechend gut war! 

Ich habe mein eigenes Zimmer mit Bad und sogar einen seperaten Eingang zum Haus, was ziemlich praktisch ist.

Mein kleiner, George, ist 20 Monate alt und schon ziemlich gross für sein Alter – kein Wunder, er isst wie ein Scheunendrescher und hat ständig Hunger. Georgie ist total goldig, er ist ein sehr ruhiges Kind und kann sich schon sehr gut allein beschäftigen. Ich habe totales Glück! Wir haben viel Spass zusammen und lachen viel. Genauso läuft es mit Alice und Stuart, meinen Gasteltern. Wir nähern uns langsam an und ich fühle mich willkommen. Ich werde schliesslich das nächste halbe Jahr hier verbringen! 

Ich habe schon so einige Leute kennengelernt. Die meisten arbeiten hier auf der Solarfarm. Das ist ein riesiges Projekt von verschiedenen Firmen, wo Energie mit Solarplatten gewonnen wird. Am Wochenende waren wir in einem der drei Pubs, eine Liveband hat gespielt, die zugegebenermassen ziemlich schlecht war, aber es war trotzdem lustig. Aber die Getränke sind sehr teuer! Man bezahlt für eine ca. 150ml Mische 6,50$! Und was mich auch noch überrascht hat, ist, dass um halb eins alle Leute rausgeschmissen wurden! Da war ich ein wenig perplex, aber es sei wohl so üblich hier. Das nächste Mal müssen wir dann wohl einfach früher hingehen. 

Meine Woche ist eigentlich sehr routiniert. Um 8 Uhr fängt die Arbeit an, dann frühstücken George und ich gemeinsam, danach ziehe ich ihn an und dann gehts zu verschiedenen Aktivitäten wie einer Music-Group, der Bibliothek, einer Playgroup oder in den Park. Dann macht er Mittagsschlaf, wir essen Mittag und dann wird meistens draussen gespielt. Das hört sich jetzt so larifari an, aber in Wirklichkeit ist es doch ziemlich anstengend, wenn man das bis 5 Uhr nachmittags macht! Donnerstag und das gesamte Wochenende habe ich frei. Thank god!

Bis jetzt fühle ich mich wohl und kann mir vorstellen hier in Moree das nächste halbe Jahr zu verbringen. 

  Man kann jeden Abend einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten, danach wird es arschkalt, aber es ist nunmal Winter, und ich habe noch nie so viele Sterne am Himmel gesehen! 

Also auf bald, eure Swanni! (Das ist übrigens auch mein Name hier, weil niemand „Swantje“ aussprechen kann!) Ich vermisse alle aus Deutschland!

See ya!

PS: Ich hätte niemals im Leben gedacht, ich würde einen Blog schreiben, aber ich finde es ist eine gute Art die Erinnerung für mich zu behalten und wenn es euch interessiert, was ich so mache, könnt ihr ja ab und zu vorbeischauen. (ausserdem ist es praktisch, weil ich dann nicht jedem einzeln schreiben muss hehe)
 

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